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Wiederbelebung
(für Laien)


WICHTIGER HINWEIS! Die European Resuscitation Council (ERC) zur kardiopulmonalen Reanimation hat die Leitlinien zur Reanimation 2010, die auf dem aktuellen internationalen "Consensus on CPR Science with Treatment Recommendations" basieren, publiziert. Diese wurden vom Deutschen Rat für Wiederbelebung - German Resuscitation Councel (GRC) in einer autorisierten deutschen Übersetzung propagiert.

Die deutschen Leitlinien 2010 finden Sie unter folgendem Link: www.grc-org.de/leitlinien2010

Wir empfehlen Ihnen, insbesondere Sektion 2 "Basismaßnahmen zur Wiederbelebung Erwachsener und Verwendung automatisierter externer Defibrillatoren" zu downloaden, auszudrucken und durchzuarbeiten.

Auf Youtube wurden zu diesen Leitlinien zwei Videos veröffentlicht.
Sie finden Teil 1 auf: www.youtube.com/watch?v=lvF_khgUjrQ
und Teil 2 auf: www.youtube.com/watch?v=lXj7Xx_zgMI

Schritte erfolgreicher Wiederbelebung:

Die hier zusammengefassten Schritte sind für eine erfolgreiche Wiederbelebung entscheidend:

1 - Kreislaufstillstand - JA oder NEIN - ENTSCHEIDEN SIE SICH RICHTIG!

Wie also entscheidet man im Notfall richtig? Beachten Sie hierzu folgende Punkte:

Notfallsituation 1:
Wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist und über Schmerzen im Brustbereich klagt, dann versuchen Sie herauszufinden, ob diese Schmerzen "herz"bedingt sind (tiefe Schmerzen in der Brustmitte, die sich zum Hals, Kinn, Rücken und auf die Arme ausbreiten können, Todesangst, kalter Schweiß, rasender Puls).

Nur bei etwa 20% der Betroffenen sind die Symptome nicht so klar. Diese Patienten empfinden eventuell nur einen leichten Druck in der Brustmitte, haben unerklärliche Schmerzen im Kiefer oder in einem Arm. Auch eine plötzliche Bewusstlosigkeit in Verbindung mit Erbrechen, aber ohne Schmerzen, kommt vor. Darüber hinaus gibt es auch Patienten, die über Beschwerden im oberen Bereich des Bauches klagen oder unter einer unerklärlichen Atemnot leiden.

Treffen Sie auf einen Patienten mit diesen Symptomen, so sollten Sie davon ausgehen, dass es zu einem Kreislaufstillstand kommen kann. Ein Notruf, noch bevor die Person zusammenbricht, erhöht die Überlebenschancen des Patienten!

Notfallsituation 2:
Im zweiten Szenario treffen Sie Ihren Patienten bewusstlos, also nicht ansprechbar, an. In diesem Falle sollten Sie nun die Atmung beurteilen:

Wenn die Atmung normal ist, sollten Sie den Patienten in die stabile Seitenlage bringen, um Hilfe rufen und den Rettungsdienst über 112 alarmieren. Überprüfen Sie auch immer wieder, ob die Atmung immer noch normal ist.

Und was ist eine unnormale Atmung? Nun, ich denke, dass diese Diagnose auch von einem Laien sehr schnell gestellt werden kann. Man trifft auf einen Patienten, er atmet noch, aber irgendwie atmet er nicht normal. In diesem Zusammenhang ist dann oft von einer Schnappatmung, einer kaum vorhandenen Atmung, einer schweren und / oder einer geräuschvollen Atmung die Rede.

Ein solches Atmen sollten Sie niemals als ein normales Atmen einschätzen! Denn bis zu 40% aller Patienten mit einem Kreislaufstillstand haben in den ersten Minuten nach dessen Eintreten eine unnormale Atmung. Wertet man diese als Kreislaufstillstand, so erhöhen Sie damit die Überlebenschancen eines solchen Patienten.

Was also ist zu tun, wenn ein bewusstloser Notfallpatient unnormal oder gar nicht mehr atmet?

2 - Beginnen Sie SOFORT mit Wiederbelebungsmaß-nahmen!

Es ist erwiesen, dass sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen die Überlebensraten von Patienten mit einem plötzlichen Kreislaufstillstand verdoppeln oder sogar verdreifachen. Eine Maßnahme ist besser als keine. Wenden Sie die Herzdruckmassage an. Falls Sie in der Aufregung nicht wissen, was Sie tun sollen, oder Sie keine Wiederbelebungsmaßnahmen kennen, lassen Sie sich telefonisch vom Rettungsdienst dazu anleiten, eine Herzdruckmassage durchzuführen.

Weitere Informationen hierzu und wie eine Herzdruckmassage durchzuführen ist, finden Sie auf den Unterseiten "Herzdruckmassage" und "Herzdruckmassage HDM".

3 - Setzen Sie SO FRÜH WIE MÖGLICH einen Defibrillator ein!

Wie Sie bereits wissen, muss beim plötzlichen Herzstillstand alles ganz schnell gehen. Nur wenn in den ersten drei bis fünf Minuten eine Herzdruckmassage und zusätzlich eine Defibrillation durchgeführt wird, erhöht sich die Überlebenschance des Patienten um 49 bis 75%!

Weitere Informationen hierzu und wie Sie einen Defibrillator einsetzen müssen, finden Sie auf den Unterseiten "Frühdefibrillation", "Frühdefibrillation in der Praxis" und "AED-Handlungsablauf".

4 - Führen Sie die Wiederbelebungsmaßnahmen fort!

Nach einer erfolgreichen Defibrillation kann der Herzrhythmus verlangsamt und die Kraft der Pumpbewegungen schwach sein. Setzen Sie deshalb die Herzdruckmassage so lange fort, bis wieder eine ausreichende Herzfunktion gegeben ist.

Bitte sehen Sie sich nun die anderen Seiten unter dem Menüpunkt "Reanimation / Ersthelfer" an.



WICHTIG! Bedenken Sie bitte, dass dieses Informationsportal für Laien verfasst wurde und deshalb seinen Schwerpunkt darauf legt, ein medizinisch schwieriges Thema, leicht verständlich zu erklären. Es ist also kein von Fachärzten veröffentlichtes Web-Projekt, sondern lediglich eine Ratgeber-Seite, die mit größter Sorgfalt erarbeitet und zusammengesetellt wurde.

Auf gar keinen Fall darf sie als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine vom Arzt verschriebene Behandlung angesehen werden. Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, müssen Sie unbedingt den Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen und dessen Rat und Medikation umsetzen!


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