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Das Vorhofflimmern
(für Laien)


Das Vorhofflimmern ist die häufigste Form von schneller Herzrhythmusstörung, die von den Vorhöfen ausgeht. Etwa bis zu 4% der über 60jährigen sind davon betroffen. Vorhofflimmern wird auch absolute Arrhythmie genannt.

Die Vorhöfe ziehen sich während ihrer elektrischen Erregung zusammen und drücken so das Blut in die Kammern. Von dort aus wird es in den jeweiligen nachgeschalteten Kreislauf geworfen. Dieses effektive Zusammenziehen setzt verständlicherweise einen geordneten Ablauf der Erregung der einzelnen Vorhofmuskelfasern voraus. Die Erregung läuft dementsprechend über die Nervenbahnen und Fasern in einer fest vorgegebenen Reihenfolge ab.

Käme es beispielsweise in manchen Bereichen eines Vorhofes zu einer Erregung, also einem Zusammenziehen von Muskelfasern und in anderen Bereichen nicht, so würde sich unser "Muskelbalg" zwar auf der einen Seite zusammenziehen, auf der anderen aber ausbeulen, da die dort noch/wieder entspannten Muskelfasern dem entstehenden Druck nachgeben würden. Dadurch käme es zu keiner effektiven Pumpfunktion der Vorhöfe in Richtung Herzkammer. Dies ist beim Vorhofflimmern der Fall, da durch ständig unkoordiniert kreisende Erregungsimpulse auf der Ebene der Vorhöfe immer wieder nur einzelne Muskelfasern beziehungsweise Bereiche erregt werden.

Beim Vorhofflimmern kommt es also zu einem hochgradig konfusen "Zucken" einzelner Vorhofmuskelfasern. In der Summe führt dies zu keiner effektiven Vorhofpumpleistung. Damit fehlen dem Herzen in seiner gesamten Auswurfleistung ca. 20%.

Abhängig von der gesamten Konstitution des Körpers und davon, ob dieser an diesen Zustand bereits "gewöhnt" ist, weil das Vorhofflimmern immer wieder auftritt oder aber sogar bleibt, können die Symptome völlig unterschiedlich ausfallen - von symptomlos bis zur kurzen Bewusstlosigkeit.

Weiterhin erwähnenswert ist, dass durch die ungeordneten Druckverhältnisse in den Vorhöfen es zu keinem durchgehend geordneten Bluttransport kommt, weswegen die Gefahr der Gerinnselbildung nicht unerheblich steigt. Patienten mit dauerndem oder immer wieder kehrendem Vorhofflimmern müssen daher oft ein Leben lang blutverdünnende Medikamente ("Marcumar", "ASS", "Falithrom") einnehmen.

Je nachdem, wie schnell die Vorhofimpulse auf die Kammern weitergeleitet werden, spricht man

Die wesentlichen Ursachen sind

Therapeutisch kommen



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