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Kreislaufstillstand / Herzstillstand
(für Laien)


Beim Absetzen eines Notrufes ist es sehr wichtig, im Gespräch mit dem Notdienst eine zutreffende Beschreibung des Patienten zu geben. Fällt diese so aus, dass ein bestehender Kreislaufstillstand nicht als solcher vermittelt wird, so sinkt die Überlebenschance des Patienten drastisch.

Aus diesem Grund möchten wir hier einige Empfehlungen weitergeben, die im Notfall für den Patienten überlebenswichtig und für den Ersthelfer und die Notrufannahmestelle sehr hilfreich sind. Anhand von zwei Fragen zeigen wir die Problematik auf und geben direkten oder indirekten Rat:

Frage 1 - Hat der Patient einen Puls - ist somit ein Kreislauf vorhanden?

Um festzustellen, ob ein Kreislauf vorhanden ist, wird oft versucht, am Hals neben dem Kehlkopf den Karotispuls zu ertasten. Diese Prüfung und auch jede andere Prüfung des Pulses ist aber sowohl für Laien- als auch für professionelle Helfer eine ungenaue Methode!

Frage 2 - Atmet der Patient - ist somit ein Kreislauf vorhanden?

Angaben darüber, ob der Patient atmet, sind bei einem Notruf sehr wichtig. Aber auch hier ist es so, dass sowohl Laien- als auch professionelle Helfer Schwierigkeiten haben, diesbezügliche Angaben bei einem Patienten, der nicht ansprechbar ist, zu machen. Zwei Gründe können dafür verantwortlich sein:

  1. die Atemwege sind blockiert (verlegt) und
  2. scheint beim Patienten eine Atmung vorhanden zu sein.

Den zweiten Grund - die scheinbare oder unnormale Atmung - möchten wir hier noch ein wenig beleuchten. Etwa 40% der Patienten mit Kreislaufstillstand atmen in den ersten Minuten. Es ist aber kein normales Atmen, sondern ein gelegentliches Schnappatmen. Diese Schnappatmung darf aber niemals als normale Atmung betrachtet werden.

Sollte der Patient, den Sie vorgefunden haben, schnappatmen (geringfügig, unnormal, anstrengend, geräuschvoll ... atmen), so müssen Sie sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Im Notruf-Gespräch muss die Art des Atmens des Patienten deutlich beschrieben werden. Schnappatmen ist als ein "atmet nicht" zu bewerten!

3 - Notruf-Abgabe!

Damit Sie bei der Abgabe des Notrufes den Zustand des Patienten besser beschreiben und auf die Fragen des Notdienstes treffender antworten können, sollten Sie beim Patienten sein oder sich zumindest in Sichtweite des Patienten befinden.

4 - Wiederbelebungsmaßnahmen!

Unter 2. haben wir gesehen, dass ein Schnappatmen zu Wiederbelebungsmaßnahmen führen sollte.

Aufgrund dessen, dass Sie ein unnormales Atmen diagnostiziert haben, könnten Sie auf den Gedanken kommen, unter Wiederbelebungsmaßnahmen eine Beatmung zu verstehen. Da aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Kreislaufstillstand durch das Herz des Patienten bedingt ist, sehr hoch ist, sollten Sie sofort mit Herzdruckmassagen beginnen!

Wie diese durchzuführen sind und was Sie sonst noch für den Patienten tun sollten, erfahren Sie auf der folgenden Seite: Defibrillation



WICHTIG! Bedenken Sie bitte, dass dieses Informationsportal für Laien verfasst wurde und deshalb seinen Schwerpunkt darauf legt, ein medizinisch schwieriges Thema, leicht verständlich zu erklären. Es ist also kein von Fachärzten veröffentlichtes Web-Projekt, sondern lediglich eine Ratgeber-Seite, die mit größter Sorgfalt erarbeitet und zusammengesetellt wurde.

Auf gar keinen Fall darf sie als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine vom Arzt verschriebene Behandlung angesehen werden. Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, müssen Sie unbedingt den Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen und dessen Rat und Medikation umsetzen!


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